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Forum rund um das Thema Abtreibung
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BeitragVerfasst: 29.08.2011, 21:58 
Meine Mutter war 15, als sie mit mir schwanger wurde. Hätte sie mich abgetrieben, wäre ich jetzt nicht hier. Aber sie hat mich zur Adoption freigegeben - schweren Herzens, aber wir haben uns wiedergefunden, als ich 19 war. Aufgewachsen bin ich in einer liebevollen Familie, in der es mir nie an irgendwas fehlte, und adoptiert zu sein war immer normal für mich.

Meine Adoptiveltern konnten selbst keine Kinder bekommen, und ironischerweise geht's mir mittlerweile (ich bin 35) genauso. Mein Mann und ich warten seit 1,5 Jahren auf ein Adoptivkind, was aber so gut wie aussichtslos ist. In unserem Landkreis werden pro Jahr nur 1-2 Kinder überhaupt zur Adoption freigegeben.

Klar, es gibt medizinische Gründe für Abtreibungen, aber oft ist es doch die "bequemere" Möglichkeit, das Kind loszuwerden. Dabei gibt es in Deutschland Hunderte, wenn nicht sogar Tausende ungewollt kinderlose Paare, die sehnlichst auf ein Adoptivkind hoffen.

Ich bin nicht großartig religiös und weiß echt nicht, wann genau das Leben beginnt* - dennoch finde ich, dass auch ungeborene Kinder ein Recht auf Leben haben. Was also spricht dagegen, dem Kind das Leben und eine liebevolle Familie zu schenken?

Also wenn Du ungewollt schwanger bist, denke bitte darüber nach, ob Du das Kind nicht auf die Welt bringen und zur Adoption freigeben kannst. Ob und in welchem Umfang Du dann Kontakt zum Kind haben möchtest, kannst Du selbst entscheiden! In meinem Fall war es eine (damals noch übliche) Inkognito-Adoption, doch habe ich meine leibliche Mutter wiedergefunden. Und wir haben ein tolles Verhältnis zueinander.

So, das musste ich mal loswerden.

Anniko

*"Bei der Zeugung", sagt der Katholik. "Bei der Geburt", sagt der Protestant. "Wenn die Kinder aus dem Haus sind", sagt der Rabbi ;)


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BeitragVerfasst: 30.08.2011, 21:43 
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Beiträge: 343
Hallo Anniko,

Du hast sehr viel Glück, daß Dich eine liebevolle Familie adoptiert hast. Schade, daß nun Dein Kinderwunsch auf biologischen Weg nicht möglich ist.

Und jetzt zum ABER:

Abtreibung ist keine bequeme Lösung, sondern eine Entscheidung der Frau, daß sie zum jetzigen Zeitpunkt sich nicht in der Lage fühlt Mutter zu sein. Weißt Du, wie diskriminierend, entwürdigend, sexistisch die Gesellschaft sein kann, wenn eine Frau ohne ihr Baby wieder in ihr Umfeld zurückkehrt? Kaum einer sagt, daß die Adoption eine gute Entscheidung ist, sondern es wird ihr unterstellt, sie wäre eine schlechte Mutter ohne Verantwortungsbewußtsein. Wie kann man sein eigenes Kind weggeben? usw. Vor allem darf diese Entscheidung nur die Betroffene treffen, aber nicht andere Menschen für sie.
Adoption ist niemals dafür gedacht, daß Eltern Kinder haben, SONDERN daß Kinder Eltern bekommen. Daher finde ich es empörend ungewollt Schwangere zur Austragung zu überreden, damit Kinderlose zu ihrem "Recht" kommen. Ungewollt Schwangere sind keine Gebärmaschinen und Brüter für kinderlose Paare.

Du bist gegen die Abtreibung, weil Du in ihr verpaßte Chancen siehst, daß andere in Deiner Situation ein Kind bekommen. Tut mir leid, aber das ist eine Art von Menschenhandel, wenn jemand überredet wird das ungewollte Kind auszutragen, obwohl die Frau lieber abtreiben möchte.
Du meinst Ungeborene hätten ein Recht auf Leben. Jede Frau hat aber ein Recht zu entscheiden, ob sie Mutter wird oder nicht. Ungewollte Kinderlosigkeit darf niemals der Grund sein Schwangere zum Austragen anhand moralischer und ethischer Ansichten zur Geburt zu zwingen.


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BeitragVerfasst: 31.08.2011, 11:53 
Hallo Carmen,

vielen Dank für Deine Antwort und die kritischen Gedanken. Damit habe ich gerechnet, und ich möchte noch einmal aus der Kinderperspektive denken - ich war ein "Unfall" und hätte keine Möglichkeit gehabt, in einem liebevollen Umfeld aufzuwachsen. Zum Glück gab es damals Eltern für mich, die mich aufgenommen haben! Daher ist das immer ein zweischneidiges Schwert, es geht mir durchaus darum, einem Kind, das nicht geplant war, dennoch eine Zukunft zu geben. Wie Du es sagst: Eltern für Kinder, nicht umgekehrt. Um Dich zu zitieren: [...]Schwangere zur Austragung zu überreden, damit Kinderlose zu ihrem "Recht" kommen - NEIN! Sondern aus meinem Blickwinkel hieße es: Schwangere zum nochmal über Alternativen nachdenken zu bringen, damit das Kind trotzdem Eltern bekommen kann.

Ich differenziere stark zwischen Frauen, die nicht in der Lage wären, ein Kind auszutragen, und solchen, die fahrlässig mit der Verhütung umgehen und sich sagen "Wenn was passiert, lasse ich's halt wegmachen". Letztere Frauen sollten sich genauer überlegen, wie sie handeln und dem Leben eine höhere Wertigkeit einräumen. Und ich kenne durchaus einige Frauen, die tatsächlich so denken.

Mit Menschenhandel hat das nichts zu tun, mir geht es nicht um Gebärmaschinen (fieses Wort) oder sonst eine Ausnutzung.

Anniko


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BeitragVerfasst: 01.09.2011, 14:02 
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Registriert: 12.06.2009, 12:29
Beiträge: 343
Hi Anniko,

selbst wenn eine Frau mit der Verhütung fahrlässig umgeht, ist es fraglich bos, sie eine verantwortungsvolle Mutter wäre. Das Recht auf Abtreibung hat sie dennoch. Man kann zumeist schwer nachweisen, ob sie fahrlässig verhütet hat. Die Frauen, welche die Abtreibung als nachträgliche Verhütungsmethode sehen, sind doch stark in der Minderheit - zum Glück.
Adoption ist aus meiner Sicht keine realistische Alternative, weil abtreibungswillige Frauen zumeist die Schwangerschaft nicht durchleben wollen. Gut, die Adoption kann für Frauen angeboten werden, welche das Kind bekommen, aber nicht behalten wollen/können. Diese sind ja dann bereit die Schwangerschaft bis zur Geburt durchzustehen.
Ich weiß, das Thema ist ein zweischneidiges Schwert, denn wie ungerecht muß es Dir erscheinen, daß viele ungewollt schwanger sind und Du gern ein Kind hättest.
Hast Du einen Antrag eingereicht, daß Du ein Kind adoptieren möchtest? Wäre eine Auslandsadoption für Dich eine Option? Sind die Chancen auf ein Kind nicht größer, wenn Du auch ein älteres Kind adoptieren würdest? Ich frage aus Neugier, da ich bis jetzt niemanden kenne, der ein fremdes Kind adoptieren wil, sondern kenne meist die Stiefkindadoption.

LG
Carmen


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BeitragVerfasst: 01.09.2011, 16:12 
Abtreibung ist niemals eine sinnvolle Lösung.
Abtreibung ist Mord, da kann man es drehen wie man will.
Menschen die sich abtreibungsbefürwortend äußern sind genauso Schuld wie die Mütter und Abtreibungsärzte, auch wenn sie selbst nie abgetrieben haben.
Mehr hab ich dazu erstmal nicht zu sagen.


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BeitragVerfasst: 01.09.2011, 21:19 
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Registriert: 12.06.2009, 12:29
Beiträge: 343
Christin hat geschrieben:
Abtreibung ist niemals eine sinnvolle Lösung.
Abtreibung ist Mord, da kann man es drehen wie man will.
Menschen die sich abtreibungsbefürwortend äußern sind genauso Schuld wie die Mütter und Abtreibungsärzte, auch wenn sie selbst nie abgetrieben haben.
Mehr hab ich dazu erstmal nicht zu sagen.


Zwangsgeburten und -mutterschaft sowie Abtreibungsverbot ist niemals eine sinnvolle Lösung. Frauen empfinden es als sehr belastend und entwürdigend, wenn sie gezwungen werden das Kind auszutragen.
Abtreibung ist kein Mord. "Worte wie "Mord" und "Tötung" oder Vergleiche mit anderen Straftaten sind beim Schwangerschaftsabbruch fehl am Platz. Die Problematik des Schwangerschaftsabbruchs ist mit nichts anderem vergleichbar. Es handelt sich nicht um eine aggressive Handlung gegen einen anderen Menschen. Der Embryo ist nicht ein "Anderer", sondern in der Frau drin, in völliger körperlicher Abhängigkeit von ihr. Der Entscheid zum Schwangerschaftsabbruch ist daher nicht ein Tötungsakt, sondern die Weigerung, im eigenen Körper die eigene Leibesfrucht heranwachsen zu lassen, die Weigerung, im gegebenen Zeitpunkt, unter den gegebenen Umständen die grosse Verantwortung der Mutterschaft auf sich zu nehmen." Quelle: http://www.svss-uspda.ch/de/ethik/ethik.htm
Definition von Mord:

§§ 211 des Strafgesetzbuches (StGB) lautet:

(1) Der Mörder wird mit lebenslanger Freiheitsstrafe bestraft.
(2) Mörder ist, wer

aus Mordlust, zur Befriedigung des Geschlechtstriebs, aus Habgier oder sonst aus niedrigen Beweggründen,
heimtückisch oder grausam oder mit gemeingefährlichen Mitteln oder
um eine andere Straftat zu ermöglichen oder zu verdecken,

einen Menschen tötet.

Die Entscheidung einer Frau für oder gegen Abtreibung obliegt ihr selbst, daher habe ich mit meinen Ansichten keine Schuld an ihrer Entscheidung. Es ist eine Verallgemeinerung und entbehrt jeder logischen Begründung. Genauso könnte ich behaupten, solche Leute wie Du wären Schuld, daß Frauen sich gegen Abtreibung entscheiden. Ebenso könnte ich sagen, wenn Du Dein Mittagessen nicht aufißt, bist Du Schuld, wenn es am nächsten Tag regnet.


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BeitragVerfasst: 03.09.2011, 11:26 
Du kannst dich ruhig weiter selbst belügen.
Man kann nicht Schuld sein das Frauen ihre Kinder nicht abtreiben, denn dann hat man keine Schuld auf sich geladen, im Gegensatz zu Leuten, die sich für Abtreibung aussprechen.


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BeitragVerfasst: 19.09.2011, 07:29 
Zwangsgeburten und -mutterschaft sowie Abtreibungsverbot ist niemals eine sinnvolle Lösung. Frauen empfinden es als sehr belastend und entwürdigend, wenn sie gezwungen werden das Kind auszutragen.

@ Carmen

Carmen, was du da oben schreibst ist sehr einseitig betrachtet und entspricht nicht dem Sinn des Lebens, im Übrigen ist es auch völlig unlogisch.

Ich bin nicht dafür, jemanden zu etwas zu zwingen, der Mensch (hier die Frau) soll entscheiden,was er (sie) tut, aber eben mit allen Konsequenzen, die sich daraus ergeben, ein Kind zu töten. Daher Carmen und nur daher ist es wichtig, den Menschen zu sagen, was sie da tun - dass sie ihr eigenes Kind zerstückeln, das Kind, das Leben, das unter ihrem Herzen wächst und das ihnen als Mutter zum Schutz anvertraut wurde.

Im Übrigen Carmen, was glaubst du denn, wie belastend und entwürdigend es für das Kind ist, von seiner eigenen Mutter unter Zwang getötet zu werden?

Ein Pilger


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BeitragVerfasst: 16.10.2011, 22:45 
Hallo,
ich finde es sehr schade, dass hier offensichtlich zwei EXTREME diskutieren, welche, wie ich es verstanden habe, weder das PRO noch das KONTRA selbst je gelebt haben.

BEIDE Seiten haben keine Ahnung!

Eine Abtreibung ist die wohl schwerste Entscheidung, welche eine Frau treffen muss. Die Gründe dafür sich so unterschiedlich, wie das Leben selbst! Der Schmerz danach sitzt unendlich tief und wird niemals aufhören!

Sich für ein Kind entscheiden, in einer heiklen Situation ist genau so schwierig meine ich, denn man trägt die Verantwortung für das Leben dieses Kindes und genau so für das Leben der Kinder, welche bereits auf der Welt sind und durch das neue Leben in der Führsorge eingeschränkt werden!

Ich bin 35 Jahre und habe 4 Kinder, zwei Jungs (10 und 11) und zwei Mädchen (5 und 9 Monate). Ich liebe sie so sehr und möchte sie auch nicht missen. Allerdings ist auch klar, es ist sehr hart für eine Frau. Es erfordert bedingungslose Hingabe ohne jede Pause.
Ich muss dazu sagen, dass ich selbständig bin(Gastro) und ich schon hin und wieder an meine Grenzen stoße. Irgendwie schaffe ich dann doch alles wieder.

Ich hatte nach meinen Söhnen, den Papa meiner 2 Töchter kennen und lieben gelernt und war damals bereits nach 6 Monaten Beziehung schwanger. Irgendwie freute ich mich, wenn es auch ein "Unfall" war. ER wollte das Kind nicht.
Zudem war es kompliziert. Mein Ex türanisierte mich(falsche Behauptungen beim Jugendamt) , mein Freund war in Scheidung lebend, wohnte aber noch mit seiner Ex zusammen und zudem waren meine 2 Jungs noch so klein (2 und 1),. Wie hätte ich es schaffen können, mit drei so kleinen Kindern alleine, wenn er mich verlassen hätte.
Ich trieb ab und ich sollte dafür leiden. Auf einer Seite war es richtig, auf der anderen Falsch!!!

Ich weiß seit gestern, dass ich erneut schwanger bin und ehrlich gesagt, bin ich hin und her gerissen zwischen Vernunft und Gefühl!!

Adoption würde nie in Frage kommen, denn wenn ich ein Kind unter meinem Herzen trage und zur Welt bringe, könnte ich es niemals weggeben.

Liebe Grüße B.


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BeitragVerfasst: 18.10.2011, 23:08 
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Registriert: 20.06.2011, 16:01
Beiträge: 82
Hallo Gast,

ich gebe zu das ich mich in jemand, der sein Kind töten lassen will, nicht reinversetzen kann.
Mein Vorbild ist jemand, der nicht jemanden für sich geopfert hat, sondern der sich für ANDERE geopfert hat und sein Leben für sie gegeben hat.

Lass dein Kind leben Gast, bitte begehe nicht dieses unfassbare Unrecht an deinen eigen Fleisch und Blut!
Vertraue IHM, ER wird dich und deine Kinder nicht im Stich lassen!


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BeitragVerfasst: 02.11.2011, 17:05 
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Anniko hat geschrieben:
Mein Mann und ich warten seit 1,5 Jahren auf ein Adoptivkind

Sind die Heime nicht randvoll mit Kindern die liebevolle Eltern haben wollen?


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BeitragVerfasst: 03.11.2011, 14:31 
Katan hat geschrieben:
Anniko hat geschrieben:
Mein Mann und ich warten seit 1,5 Jahren auf ein Adoptivkind

Sind die Heime nicht randvoll mit Kindern die liebevolle Eltern haben wollen?

ich glaub eben nicht mal unbedingt-
zudem darf nicht unterschätzt werden, was für ein hickhack so ne adoption ist- es wird den eltern verdammt schwer gemacht.
kontrolle ist wichtig klar, aber dieses ausmass?
ich weiss nicht wies in deutschland ist, aber in der schweiz dürfen die eltern nicht zu alt sein (sind dann aber, bis endlich eine adoption in die wege geleitet wurde doch zu alt, weils so lange gedauert hat), es muss ein gewisses einkommen vorhanden sein, was nicht alle aufzeigen können, die eltern müssen verheiratet sein undundundundundund...
es ist total irrwitzig, ich weiss nicht, was man sich dabei denkt.
kinder zeugen und bekommen kann jeder idiot, bei pflegekindern wird auch nur spärlich darauf geachtet, wo genau sie hinkommen, bei der adoption hingegen wird es den eltern beinahe unmöglich gemacht.
ich denke, es wäre vieles wesnetlich einfacher, wenn die adoptionsgesetze endlich geändert würden-eltern und kinder die sich suchen gibts ja genug.
lg, mena


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BeitragVerfasst: 03.11.2011, 20:54 
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Registriert: 12.06.2009, 12:29
Beiträge: 343
Warum an einer Adoption so viele Bedingungen gestellt werden? Man will die Kinder wirklich an vertrauenswürdige adoptionswillige Menschen vermitteln. Der Altersunterschied soll auch hier in D nicht so groß sein, da bedarf es einer Änderung. Allerdings möchte doch viele Paare lieber Babies oder Kleinkinder statt älteren Kindern, da diese oft vorbelastet sind und psychische Probleme haben können. Bei uns können Einzelpersonen als auch Paare Kinder adoptieren.
Polizeiliches Führungszeugnis, Attest vom Hausarzt, Einkommensnachweise muß man ebenfalls erbringen, was ich auch als notwendig erachte.
Tja, und beim Kinderzeugen und -bekommen: wie will man denn realistisch umsetzen zu entscheiden, wer selbst ein Kind bekommen darf? Da läßt sich keiner reinreden, weil jeder das Recht hat selbst Kinder zu bekommen.


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BeitragVerfasst: 04.11.2011, 02:02 
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Noch ein kurzer Nachtrag zu Adoption:

Auf der Straße leben Erwachsene (Frauen und Männer) ohne Obdach, manchmal sogar Jugendliche. In Heimen leben Kinder unter schweren Bedingungen. Dort geht es schlimmer zu, als im Gefängnis. Und Kinderlosepaare warten auf ein Baby?

DIE WELT IST VOLL VON WAISEN!

Wenn das stimmt was Jesus sagte, dass das unsere Brüder und Schwestern sind, dann lassen wir Wort wörtlich unsere Familien auf den Straßen verrotten. Und sie verrecken da draußen. Besonders zu Winterzeit.
Sie sind aber keine Babys und keine Ungeborenen!
Sind sie deswegen weniger wert um nicht aufgenommen zu werden?


Grüß dich mena,
du bist doch die mena mit der ich damals gesprochen habe? In dem Fall, „Wie geht es dir den so?“ Noch ein kurzer Text zu deinem:

Die Kontrolle wurde verschärft. Vor ungefähr 8 Jahren gab es Zahlreiche Berichte darüber, dass Adoptivkinder brutal zusammengeschlagen, Missbraucht, erfroren, verhungert und Verwahrlost wurden. Ich kann mir denken, dass das Jugendamt Alarm geschlagen hat und nun viel Vorsichtiger geworden ist bei der Auswahl der Zukünftigen Eltern.

Dennoch ist es mir ein Rätsel, was der Monatslohn damit zutu hat oder ob sie verheiratet sind? Gewalt und Missbrauch an Kindern hat nichts mit ehelichen Bindung oder mit der Schicht zutun aus der man kommt. Gewalt und Missbrauch sind nicht von Herkunft, Religion, Status oder Finanzsituation abhängig.

Mit freundlichen Grüßen

Katan


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BeitragVerfasst: 04.11.2011, 02:32 
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Registriert: 06.06.2011, 22:52
Beiträge: 42
Carmen hat geschrieben:
Allerdings möchte doch viele Paare lieber Babies oder Kleinkinder statt älteren Kindern, da diese oft vorbelastet sind und psychische Probleme haben können.

Diesen Beweggrund kann ich erst recht nicht verstehen, warum Eltern bei älteren Kindern „Nein“ sagen. Gerade weil sie psychisch Belastet sind, brauchen sie umso mehr eine liebevolle Familie. Zwar wird von Frauen die Abtreiben oft gesagt, das sie so selbstsüchtig Egoistisch sind. Aber, das Kinderlose auf Babies und Kleinkinder beharren ist genauso Selbstsüchtig und Menschenverachtend gegenüber denen die ein Zuhause suchen. Es gibt genug Waisenkinder in dieser Welt. Man sollte nur nicht so verwöhnt Wählerisch sein. Und das darf ich nun auch sagen, weil die Betonung „Egoistisch sein“ offenbar auch die zu betreffen scheint, die sich vorher für Heilig und gegen Abtreibung halten.

Es gab einen klugen Denker, der mal gesagt hat, dass was wir anderen Vorwerfen, sind wir oft selbst. Also könnte es durchaus sein, dass viele Abtreibungsgegner selbst Egoisten sind und in gewisser Hinsicht sind sie das, wenn sie auf den Gefühlen anderer Menschen achtlos rumtrampeln und die Menschen verletzen mit ihren Schuldzuweisungen und ihrer ewigen Selbstgerechtigkeit. Wenn sich dann anschließend die Mutter schlecht genug fühlt die abgetrieben hat, dann kann demnach bewiesen werden, dass eine Abtreibung eine Depression verursacht und seelische Schmerzen. Das diese aber oft durch die schlimmen Vorwürfe der Mitmenschen (Theisten) verursacht wurden, wird aber oft übersehen und darum auch nicht weiter verfolgt. Genauso wenig wird darüber gesprochen, was geschieht, wenn die Frauen keine seelischen Probleme haben was sehr oft der Fall ist und nicht Wahrgenomen wird. Das wäre nämlich ein Argument „Dafür“ und das wäre schwer zu ertragen für die, die dagegen sind.

Wenn es aber stimmt, dass man Frauen nicht zu Schwangerschaft zwingen soll und genauso wenig zu einen Abbruch, dann sollte man auch dementsprechend schreiben und nicht die Leute mit negativen Ausdrücken belasten, was bei manchen hier oft der Fall ist. Was will man mit einer aufgezwungenen Schwangerschaft bewirken, mit einer Mutter die der Aufgabe nicht gewachsen ist, weder psychisch noch physisch? Etwa das es noch mehr Kinder und Babys in Mülleimern geben kann, Kinder die mit 4 oder 5 Jahren jämmerlich verhingen in ihren Kinderzimmern darüber sollte man auch nachdenken. Das schlechteste was man mache kann, ist es schwache Menschen zum austragen zu überreden, wenn die Person nicht imstande ist, für das Kind zu sorgen. Es sei den, man hat ernste Absichten, der Person beizustehen, sowohl Materiell, als auch ihr seelisch als auch erzieherisch eine Hilfe zu sein, indem man hilft für das Kind zu sorgen. Dann „Ja“.

Mit freundlichen Grüßen

Katan


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BeitragVerfasst: 08.11.2011, 18:02 
Katan hat geschrieben:
Dennoch ist es mir ein Rätsel, was der Monatslohn damit zutu hat oder ob sie verheiratet sind? Gewalt und Missbrauch an Kindern hat nichts mit ehelichen Bindung oder mit der Schicht zutun aus der man kommt. Gewalt und Missbrauch sind nicht von Herkunft, Religion, Status oder Finanzsituation abhängig.

Mit freundlichen Grüßen

Katan

jep die bin ich ;-) danke gut :)
DAS sind die punkte die ich eben nicht versteh. vorstrafenregister alles ok-allerdings auch da, wenn jemand psychologisch in teenagerjahren auffällig geworden ist wegen bspw. depressionen und dies dann 15 jahre später eine adoption verhindert, dann versteh ich es auch nicht.
eben, wie du sagst, kinder und eltern die sich suchen gibts genug, der weg dahin ist einfach hammerhart geworden-und es ist schwer da die wirklich gute lösung zu finden...


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BeitragVerfasst: 08.04.2013, 21:20 
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Registriert: 06.06.2011, 22:52
Beiträge: 42
Gast hat geschrieben:
DAS sind die punkte die ich eben nicht versteh. vorstrafenregister alles ok-allerdings auch da, wenn jemand psychologisch in teenagerjahren auffällig geworden ist wegen bspw. depressionen und dies dann 15 jahre später eine adoption verhindert, dann versteh ich es auch nicht.
eben, wie du sagst, kinder und eltern die sich suchen gibts genug, der weg dahin ist einfach hammerhart geworden-und es ist schwer da die wirklich gute lösung zu finden...

Da draußen gibt es Menschen die nie hätten Kinder haben sollen. Die mit Sucht und Aggressivität gegen die Kinder vorgehen und dann sich kaum um sie kümmern. Inzestväter und Gewalttäter haben Kinder. Religiöse Fanatiker die Kinder indoktrinieren mit einen strafenden Gott oder Fanatiker die ihre Töchter zwangsverheiratet und sie verfolgen mit Ehrenmord wenn sie aus Liebe jemanden anderes ausgewählt haben. Solche kaputte Typen dürfen Kinder haben. Aber, gesunde Menschen die einen gesunden Verstand besitzen, die dürfen nicht Kinder haben.

Zufall?

Vielleicht ist es Absicht dass es viele gibt, die in schlechten Familien aufwachsen, weil sie dann in diesen primitiven Haushalt genau wie die Eltern ein Netz aus Feindbildern spinnen und sich darum mit dem Volk wegen Kleinigkeiten in die Haare kriegen? Sollte es aber mehr Kinder in gesunden und intellektuellen Familien geben, dann könnten sie aufgrund ihrer Bildung und ihrer Einsichtigkeit sich gegen die Regierung erheben. Die Leute aus Familien, wo man selten kritisch und analytisch denkt und nur indoktriniert und verblödet wurde, denken seltener darüber nach welche mangelnde Fairness im System existiert.

Es kann nicht an der Arbeit liegen, weil es klar ist, dass ein Einkommen nicht unbedingt heißen muss, dass das Kind unbeschwert leben kann. Immerhin wissen wir, dass es Leihfirmen gibt, die unter HARZ4 Niveau zahlen und das wäre für das Kind kein Unterschied ob nun der Vater arbeitet oder Arbeitslos ist. Das Geld am Monatsende wäre dasselbe.

Und wieso müssen es 2 Eltern sein? Alleinerziehende kriegen es auch hin, wenn sie es nur wollen. Manchmal ist es sogar besser, weil sie dann nicht die streitenden Eltern sehen müssen. Man kann es drehen wie man will. Das Jugendamt irrt, wenn es glaubt, das 2 unbedingt besser sind als einer und es irrt, dass die Situation eine bessere ist, wenn jemand arbeitet. Nicht bei den vielen Leihfirmen und bei den Tarifen, kann ich nur sagen. Und eine Besserung ist dank IG Metal nicht zu erwarten. Die haben vergessen für was sie kämpfen. Das Arbeitsrecht wurde an die meistbietenden Unternehmer verkauft. Soviel dazu.

Mit freundlichen Grüßen

Katan

Es gibt soviel soziale Ungerechtigkeit und niemand geht auf die Straße! Ihr habt alle eine enorme Ausdauer bewiesen, wenn es darum geht, Mist zu erdulden. Findet ihr aber nicht, dass es auch langsam mal reicht :?:


Zuletzt als neu markiert von Anonymous am 08.04.2013, 21:20.


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